Was ist Magnesiumbisglycinat?
Magnesiumbisglycinat – auch als Magnesiumglycinat oder Magnesium-Bis-Glycinat bezeichnet – ist eine chelierte Magnesiumverbindung. Der Begriff „cheliert“ (vom griechischen chele, Klaue) beschreibt, dass das Magnesium-Ion von zwei Molekülen der Aminosäure Glycin umschlossen wird. Diese Umhüllung bildet ein stabiles, elektrisch neutrales Molekül.
Entdeckt und systematisch untersucht wurde die Aufnahme von Chelat-Mineralien vor allem ab den 1990er-Jahren, als Forscher beobachteten, dass bestimmte Mineralstoffe in organisch gebundener Form im Dünndarm anders transportiert werden als freie Ionen. Die Bezeichnung „Bisglycinat“ ist chemisch präziser als „Glycinat“, da sie ausdrückt, dass zwei Glycin-Moleküle pro Magnesium-Ion gebunden sind – was eine besonders stabile Chelat-Struktur ergibt.
Von anderen Magnesiumverbindungen wie Magnesiumoxid, Magnesiumcarbonat oder Magnesiumsulfat unterscheidet sich Bisglycinat grundlegend im Aufnahmemechanismus, in der Magenverträglichkeit und in der biologischen Aktivität der gebundenen Aminosäure.
Aufnahmemechanismus: Wie wird Magnesiumbisglycinat im Körper absorbiert?
Der entscheidende Unterschied zwischen Magnesiumbisglycinat und anorganischen Magnesiumformen liegt im Weg durch den Dünndarm. Anorganische Ionen wie Magnesium²⁺ müssen gelöst vorliegen und konkurrieren im Darm um spezifische Ionenkanäle. Dabei beeinflussen andere Mineralstoffe – insbesondere Kalzium und Zink – ihre Aufnahme negativ.
Magnesiumbisglycinat dagegen wird über Dipeptid-Transporter (PEPT1 und PEPT2) im Dünndarm aufgenommen – denselben Transportweg, den kleine Peptide und Aminosäuren nutzen. Das Chelat-Molekül wird als Ganzes durch die Darmwand transportiert, ohne dass es zuvor aufgespalten werden muss. Dieser Transportweg ist:
- weniger anfällig für Konkurrenz durch andere Mineralstoffe
- effizienter bei gleichzeitiger Einnahme auf nüchternen Magen
- schonender für die Darmschleimhaut, da kein osmotischer Effekt entsteht
Der osmotische Effekt ist der Hauptgrund, warum Magnesiumoxid und Magnesiumsulfat bei höheren Dosen Durchfall verursachen können: Nicht absorbiertes Magnesium zieht Wasser in den Darm. Bei Magnesiumbisglycinat tritt dieser Effekt aufgrund der vollständigeren Absorption deutlich seltener auf.
Bioverfügbarkeit im Vergleich: Magnesiumbisglycinat vs. andere Magnesiumformen
Die Bioverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil des eingenommenen Magnesiums tatsächlich im Körper verfügbar wird. Verschiedene klinische Studien haben unterschiedliche Magnesiumformen miteinander verglichen:
| Magnesiumform | Relative Bioverfügbarkeit | Magenverträglichkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Magnesiumbisglycinat | Sehr hoch | Sehr gut | Glycin-Synergie, kein osmotischer Effekt |
| Magnesiumcitrat | Hoch | Gut (bei hoher Dosis abführend) | Weit verbreitet, kostengünstiger |
| Magnesiummalat | Hoch | Gut | Wird häufig bei Energiestoffwechsel diskutiert |
| Magnesiumtaurat | Hoch | Gut | In Verbindung mit Taurin, kardiovaskuläre Diskussion |
| Magnesiumoxid | Niedrig (unter 10 %) | Schlecht (häufig Durchfall) | Höchster Magnesiumgehalt pro Gramm, aber schlechte Aufnahme |
| Magnesiumcarbonat | Niedrig bis mittel | Mittel | Häufig als preiswerte Füllform verwendet |
| Magnesiumsulfat | Mittel (oral) | Schlecht (stark abführend) | Wird oral kaum als Supplement verwendet |
Eine häufig zitierte Studie (Schuette et al., 1994, Journal of Parenteral and Enteral Nutrition) zeigte bei Patienten mit eingeschränkter Darmfunktion eine signifikant bessere Magnesiumretention durch chelierte Formen gegenüber Magnesiumoxid. Weitere Übersichtsarbeiten im Fachjournal Magnesium Research bestätigen die Überlegenheit organisch gebundener Magnesiumformen bei der intestinalen Absorption.
Glycin: Die Aminosäure im Chelat und ihre eigenständige Wirkung
Magnesiumbisglycinat liefert neben Magnesium auch relevante Mengen der Aminosäure Glycin. Diese ist nicht nur ein struktureller Bestandteil des Chelats, sondern biologisch aktiv:
Glycin als inhibitorischer Neurotransmitter
Glycin ist nach GABA (Gamma-Aminobuttersäure) der wichtigste hemmende Neurotransmitter im Rückenmark und Hirnstamm. Es wirkt über Glycin-Rezeptoren (GlyR), die in der Signalübertragung hemmend eingreifen – das bedeutet: Glycin kann die neuronale Erregbarkeit reduzieren. Zusätzlich moduliert Glycin NMDA-Rezeptoren, indem es als Ko-Agonist wirkt.
Glycin und Schlaf
Eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie von Yamadera et al. (Sleep and Biological Rhythms, 2007) untersuchte die Auswirkungen einer oralen Glycin-Gabe vor dem Schlafengehen. Die Ergebnisse zeigten:
- Verkürzte subjektive Einschlafzeit
- Verbesserte Schlafqualität und erhöhte Schlafeffizienz
- Reduzierte Tagesmüdigkeit am Folgetag
- Normalisierung der Körperkerntemperatur im Einschlafprozess
Der Mechanismus der Körpertemperatursenkung ist dabei besonders relevant: Das Einschlafen ist physiologisch mit einem Abfall der Körperkerntemperatur verbunden. Glycin scheint diesen Abfall zu unterstützen, indem es über periphere Blutgefäße die Wärmeabgabe fördert – ohne sedative Wirkung im eigentlichen Sinne.
Glycin und Kollagensynthese
Glycin ist darüber hinaus der häufigste Bestandteil von Kollagen. Etwa ein Drittel aller Aminosäuren in Kollagen entfallen auf Glycin. Eine ausreichende Glycin-Zufuhr kann daher auch die körpereigene Kollagenproduktion unterstützen – ein Aspekt, der über die schlafbezogene Wirkung hinausgeht.
Magnesium: Physiologische Funktionen im Überblick
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im menschlichen Körper beteiligt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat für Magnesium folgende gesundheitsbezogene Angaben (Health Claims) zugelassen:
- Beitrag zur normalen Funktion des Nervensystems
- Beitrag zur normalen psychischen Funktion
- Beitrag zur normalen Muskelfunktion
- Beitrag zur Verringerung von Müdigkeit und Erschöpfung
- Beitrag zur Aufrechterhaltung normaler Knochen
- Beitrag zur Aufrechterhaltung normaler Zähne
- Beitrag zum normalen Energiestoffwechsel
- Beitrag zur normalen Proteinsynthese
- Beitrag zur normalen Zellteilung
- Beitrag zum Elektrolytgleichgewicht
Magnesium ist damit ein Mikronährstoff mit außergewöhnlich breitem Wirkspektrum. Ein Mangel – der in der deutschen Bevölkerung laut Nationaler Verzehrsstudie bei einem erheblichen Teil der Erwachsenen vorliegt – kann sich in Muskelkrämpfen, Schlafstörungen, erhöhter Nervosität, Erschöpfung und Kopfschmerzen äußern.
Magnesiumbisglycinat und Schlaf: Was die Forschung zeigt
Die Verbindung zwischen Magnesium und Schlaf ist wissenschaftlich gut belegt. Eine Studie von Abbasi et al. (Journal of Research in Medical Sciences, 2012) untersuchte ältere Erwachsene mit primärer Schlaflosigkeit. Die Gruppe, die täglich Magnesium erhielt, zeigte im Vergleich zur Placebo-Gruppe signifikante Verbesserungen bei:
- Einschlafzeit (verkürzt)
- Gesamtschlafdauer (verlängert)
- Schlafeffizienz (verbessert)
- Serummelatoninspiegel (erhöht)
- Serumcortisol am Morgen (reduziert)
Magnesium beeinflusst dabei mehrere Schlafmechanismen gleichzeitig: Es moduliert GABA-Rezeptoren (hemmend auf das Nervensystem), hemmt NMDA-Rezeptoren (reduziert neuronale Übererregbarkeit) und wirkt auf die Regulierung des zirkadianen Rhythmus.
Magnesiumbisglycinat kombiniert diese Magnesium-spezifische Wirkung mit der Glycin-vermittelten Schlafwirkung in einem Präparat – ein synergistischer Ansatz, den einfache anorganische Magnesiumsalze nicht bieten.
Magnesiumbisglycinat bei Nervosität, Stress und psychischer Funktion
Magnesium spielt eine zentrale Rolle in der Stressphysiologie. Bei akutem und chronischem Stress steigt die Ausscheidung von Magnesium über den Urin an, was zu einem erhöhten Bedarf führt. Gleichzeitig senkt ein Magnesiummangel die Stressresistenz – ein Teufelskreis, der gut dokumentiert ist.
Auf zellulärer Ebene wirkt Magnesium als natürlicher NMDA-Rezeptor-Blocker: Bei ausreichender Magnesiumkonzentration blockiert es den Ionenkanal dieses Rezeptors und verhindert eine Übererregung der Nervenzellen. Ist der Magnesiumspiegel zu niedrig, wird dieser Schutzmechanismus aufgehoben, was zu erhöhter Erregbarkeit, Nervosität und einer verstärkten Stressreaktion führen kann.
Die EFSA-zugelassene Health Claim, dass Magnesium zur normalen psychischen Funktion beiträgt, spiegelt diese Erkenntnisse wider. Für Menschen in beruflich oder persönlich belastenden Lebensphasen kann eine gezielte Magnesiumergänzung dazu beitragen, den erhöhten Verbrauch auszugleichen.
Verträglichkeit bei empfindlichem Magen und Reizdarmsyndrom
Ein zentrales Argument für Magnesiumbisglycinat ist die herausragende Magenverträglichkeit. Diese ergibt sich aus dem Aufnahmemechanismus:
Anorganische Magnesiumformen – insbesondere Magnesiumoxid und Magnesiumsulfat, aber auch Magnesiumcitrat bei höheren Dosen – können im Darm einen osmotischen Effekt auslösen: Nicht absorbiertes Magnesium zieht Wasser in den Darminhalt, was zu weichem Stuhl bis hin zu Durchfall führen kann. Dieser Effekt wird therapeutisch sogar genutzt (z. B. bei Verstopfung), ist aber unerwünscht, wenn das Ziel die systemische Magnesiumversorgung ist.
Da Magnesiumbisglycinat über Aminosäure-Transporter aufgenommen wird und kaum osmotisch aktiv ist, bleibt dieser Effekt aus. Das macht es zur bevorzugten Form für:
- Menschen mit Reizdarmsyndrom (IBS)
- Personen mit entzündlichen Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
- Menschen nach Darmoperationen oder mit eingeschränkter Darmfunktion
- Personen, die Magnesium auf nüchternen Magen einnehmen möchten
- Ältere Menschen mit reduzierter Magensäureproduktion (da Bisglycinat kein saures Milieu für die Lösung benötigt)
Dosierung und Einnahmeempfehlungen
Der Tagesbedarf an Magnesium liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei:
- Frauen: 300 mg pro Tag
- Männer: 350 mg pro Tag
- Schwangere: 310 mg pro Tag
- Stillende: 390 mg pro Tag
Die Basisversorgung sollte vorrangig über eine ausgewogene Ernährung erfolgen – Magnesiumreiche Lebensmittel sind unter anderem Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, Spinat und dunkle Schokolade. Eine Nahrungsergänzung sinnvoll ist dann, wenn der Bedarf über die Ernährung nicht gedeckt werden kann oder ein erhöhter Bedarf besteht (Sport, Stress, Erkrankungen).
Für Magnesiumbisglycinat als Supplement gilt:
- Zeitpunkt: Für schlaffördernde Wirkung 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen; für allgemeine Versorgung auch morgens möglich
- Mit oder ohne Mahlzeit: Bisglycinat wird auf nüchternen Magen gut absorbiert; eine Einnahme mit Mahlzeit ist ebenfalls möglich, kann jedoch die Absorptionsrate leicht beeinflussen
- Dosierung: Entsprechend der Herstellerangabe des jeweiligen Produkts; die EU-Tolerable Upper Intake Level (UL) für supplementiertes Magnesium liegt bei 250 mg/Tag für Erwachsene
- Einnahmedauer: Für eine nachhaltige Normalisierung des Magnesiumspiegels empfehlen Experten eine regelmäßige Einnahme über mindestens 4–6 Wochen
Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen
Magnesiumbisglycinat gilt bei Einnahme im empfohlenen Dosierungsbereich als gut verträglich. Dennoch sind einige Hinweise zu beachten:
Mögliche Nebenwirkungen bei Überdosierung
- Bei sehr hohen Dosen (weit über dem empfohlenen Bereich): weicher Stuhl oder leichte Verdauungsbeschwerden
- Bei extremer Überdosierung (mehrere Gramm): Blutdruckabfall, Muskelschwäche (sehr selten bei oraler Einnahme)
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
- Niereninsuffizienz: Die Nieren sind für die Ausscheidung überschüssigen Magnesiums zuständig. Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich Magnesium im Körper anreichern. Vor der Einnahme ist ärztlicher Rat einzuholen.
- Medikamenteninteraktionen: Magnesium kann die Absorption von Tetracyclin-Antibiotika, Bisphosphonaten (gegen Osteoporose) und bestimmten Schilddrüsenhormonen beeinträchtigen. Ein zeitlicher Abstand von mindestens 2 Stunden ist empfehlenswert.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Grundsätzlich ist Magnesium in der Schwangerschaft wichtig und häufig empfohlen. Dennoch sollte die Dosierung mit einem Arzt abgestimmt werden.
Für wen ist Magnesiumbisglycinat besonders geeignet?
Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften eignet sich Magnesiumbisglycinat besonders für folgende Personengruppen:
- Menschen mit Einschlaf- oder Durchschlafproblemen: Die Kombination aus Magnesium (GABA-Modulation, Nervensystemregulation) und Glycin (Körpertemperatursenkung, inhibitorischer Neurotransmitter) macht es zur sinnvollsten Magnesiumform für die Einnahme vor dem Schlafen.
- Personen mit empfindlichem Magen oder Reizdarmsyndrom: Kein osmotischer Effekt, keine Magensäure notwendig für die Lösung, Aufnahme über Aminosäure-Transporter.
- Menschen mit chronischem Stress und erhöhtem Magnesiumbedarf: Stress erhöht die renale Magnesiumausscheidung. Bisglycinat deckt diesen erhöhten Bedarf effizient ab.
- Sportler und körperlich aktive Menschen: Erhöhter Magnesiumbedarf durch Schweiß und Muskelaktivität; Verträglichkeit bei Einnahme auf nüchternen Magen (z. B. nach dem Training) gewährleistet.
- Ältere Menschen: Reduzierte Magensäureproduktion im Alter beeinträchtigt die Aufnahme anorganischer Magnesiumformen; Bisglycinat ist davon weniger betroffen.
- Veganer und Vegetarier: Sofern die Kapselhülle aus pflanzlicher HPMC besteht, ist das Produkt für diese Personengruppen geeignet.
Magnesiummangel erkennen: Typische Symptome
Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) äußert sich in verschiedenen Symptomen, die oft unspezifisch sind und auch andere Ursachen haben können. Typische Zeichen eines unzureichenden Magnesiumspiegels sind:
- Muskelkrämpfe, insbesondere Wadenkrämpfe (besonders nachts)
- Zuckungen der Augenlider (Lidmyokymie)
- Innere Unruhe, Nervosität, erhöhte Reizbarkeit
- Einschlaf- und Durchschlafprobleme
- Erschöpfung und Konzentrationsschwäche
- Kopfschmerzen und Migräne (Magnesium wird in der Migräneprophylaxe untersucht)
- Herzrhythmusstörungen (bei stärkerem Mangel)
Der Serummagnesiumwert im Blutbild ist als diagnostisches Mittel begrenzt, da der Großteil des körperlichen Magnesiums intrazellulär gespeichert ist. Ein unauffälliger Serumwert schließt einen funktionellen Mangel auf Zellebene nicht aus. Bei anhaltenden Symptomen empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung.
Häufig gestellte Fragen zu Magnesiumbisglycinat
Was ist der Unterschied zwischen Magnesiumbisglycinat und Magnesiumglycinat?
Die Begriffe werden häufig synonym verwendet. Chemisch bezeichnet „Bisglycinat“ die Bindung von zwei Glycin-Molekülen pro Magnesium-Ion, was eine stabilere Chelat-Struktur ergibt als die einfache Glycinat-Form (ein Glycin pro Magnesium). In der Praxis ist der Unterschied für den Konsumenten gering; viele Hersteller verwenden beide Begriffe für dasselbe Produkt.
Ist Magnesiumbisglycinat gut für den Schlaf?
Die Forschungslage ist positiv: Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems bei (EFSA-zugelassen), und die im Chelat gebundene Aminosäure Glycin hat in klinischen Studien schlaffördernde Eigenschaften gezeigt. Die Einnahme 30–60 Minuten vor dem Schlafengehen wird empfohlen, um diesen Effekt zu nutzen.
Wann sollte man Magnesiumbisglycinat einnehmen – morgens oder abends?
Für den Schlafeffekt abends. Für allgemeine Magnesiumversorgung (Muskeln, Energie, Nerven) ist die Einnahme auch morgens sinnvoll. Da Bisglycinat gut auf nüchternen Magen vertragen wird, ist die Einnahme flexibel.
Wie lange dauert es, bis Magnesiumbisglycinat wirkt?
Erste Effekte auf den Schlaf können dank der direkten Glycin-Wirkung innerhalb weniger Tage spürbar sein. Eine merkliche Verbesserung von Muskelkrämpfen oder Nervosität, die mit einem Magnesiummangel zusammenhängt, tritt in der Regel nach 2–4 Wochen regelmäßiger Einnahme auf, da der Körper seine Magnesiumspeicher zunächst auffüllen muss.
Kann man Magnesiumbisglycinat dauerhaft einnehmen?
Bei empfohlener Dosierung (in der Regel unter 250 mg elementares Magnesium pro Tag aus Supplements) gilt die Dauereinnahme als unbedenklich. Magnesium ist wasserlöslich und wird bei ausreichender Nierenfunktion täglich ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist ärztlicher Rat notwendig.
Welche Nebenwirkungen hat Magnesiumbisglycinat?
Bei empfohlener Dosierung treten selten Nebenwirkungen auf. Magnesiumbisglycinat gilt als die magenverträglichste Magnesiumform und verursacht deutlich seltener Durchfall als Magnesiumoxid oder Magnesiumsulfat. Bei sehr hohen Dosen sind Weichstuhl oder leichte Verdauungsbeschwerden möglich.
Wie unterscheidet sich Magnesiumbisglycinat von Magnesiumoxid?
Magnesiumoxid hat einen hohen Magnesiumgehalt pro Gramm (ca. 60 %), aber eine sehr schlechte Bioverfügbarkeit (unter 10 %) und verursacht häufig Durchfall durch den osmotischen Effekt. Magnesiumbisglycinat weist eine deutlich bessere Absorption auf, ist magenverträglicher, enthält jedoch weniger elementares Magnesium pro Gramm Substanz.
Ist Magnesiumbisglycinat für Veganer geeignet?
Der Wirkstoff selbst ist veganer Natur. Entscheidend ist die Kapselhülle: Produkte mit Kapseln aus Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) sind vegan; Produkte mit Gelatinekapseln sind es nicht. Dies ist auf der Produktverpackung angegeben.

Mark ist 44 Jahre alt und leidenschaftlicher Ernährungsberater sowie Experte im Bereich Gesundheit, Fitness und Medizin. Sein Spezialgebiet umfasst dabei das testen und bewerten von Nahrungsergänzungsmitteln. Mit großer Sorgfältigkeit veröffentlicht er seine selbsterprobten Erfahrungsberichte, mit welchen er für eine bessere Aufklärung sorgen möchte.